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Begriffe von A bis Z

Handwerk-Lexikon

240 Begriffe, die Ihnen bei der Suche nach einem Handwerksbetrieb begegnen – vom Vertrag über Förderung bis zur Haustechnik. Jeder Eintrag erklärt kurz, was der Begriff bedeutet und worauf Sie achten sollten, mit Rechtsgrundlage und Quelle.

Recht und Vertrag

Abnahme
Die Abnahme ist die Erklärung des Bestellers, dass er die fertige Bauleistung als im Wesentlichen vertragsgemäß anerkennt.
Abnahmeprotokoll
Ein Abnahmeprotokoll ist die schriftliche Niederschrift über die Abnahme eines Bauwerks oder einer Handwerkerleistung, in der Zustand, festgestellte Mängel und Absprachen festgehalten werden.
Abschlagszahlung
Eine Abschlagszahlung ist eine Zahlung, die ein Betrieb schon während der Bauarbeiten für bereits erbrachte Leistungen verlangt, bevor das Werk fertig und abgenommen ist.
Aufmaß
Das Aufmaß ist die Messung und Dokumentation der tatsächlich ausgeführten Mengen einer Bauleistung, etwa Quadratmeter Fliesen oder laufende Meter Trockenbauwand.
Bauabnahme
Als Bauabnahme bezeichnet man sowohl die Abnahme der Bauleistung gegenüber dem ausführenden Betrieb als auch die Anzeige oder Besichtigung des Baus bei der Bauaufsichtsbehörde.
Baubeschreibung
Die Baubeschreibung ist das Dokument, das die geplante Bauausführung eines Bauvorhabens im Detail beschreibt:
Bauhandwerkersicherung
Die Bauhandwerkersicherung ist das Recht des Bauunternehmers, vom Auftraggeber eine Sicherheit für die noch offene Vergütung zu verlangen, bevor er weiterbaut.
Bauherrenhaftpflicht
Die Bauherrenhaftpflicht ist eine Versicherung, die die gesetzliche Haftung des Bauherrn für Personen- und Sachschäden rund um die Baustelle abdeckt.
Baulast
Eine Baulast ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung, die ein Grundstückseigentümer gegenüber der Bauaufsichtsbehörde übernimmt und die ins Baulastenverzeichnis eingetragen wird.
Baulastenverzeichnis
Das Baulastenverzeichnis ist ein amtliches Register der Bauaufsichtsbehörde, in dem öffentlich-rechtliche Verpflichtungen eines Grundstücks gegenüber der Gemeinde festgehalten werden.
Bauleistungsversicherung
Die Bauleistungsversicherung ist eine Versicherung, die Schäden an einem Bauwerk während der Bauphase abdeckt, etwa durch Sturm, Unwetter, Diebstahl von bereits eingebautem Material oder unvorhergesehene Ausführungsfehler.
Baumangel
Ein Baumangel ist eine Abweichung der Bauleistung von der vertraglich vereinbarten Beschaffenheit oder, falls nichts vereinbart wurde, von der üblichen Beschaffenheit vergleichbarer Werke.
Bautagebuch
Ein Bautagebuch ist eine fortlaufende Dokumentation des Baugeschehens auf einer Baustelle, in der Wetter, Personal, Materiallieferungen, Arbeitsschritte und Besonderheiten festgehalten werden.
Bauvertrag
Ein Bauvertrag ist ein Vertrag über die Herstellung, Wiederherstellung, Beseitigung oder den Umbau eines Bauwerks, einer Außenanlage oder eines Teils davon.
Bauzeitenplan
Der Bauzeitenplan ist der Terminplan am Bau:
Behinderungsanzeige
Die Behinderungsanzeige ist die schriftliche Mitteilung eines Bauunternehmens an den Auftraggeber, dass die Arbeiten aus einem Grund, den der Betrieb nicht zu vertreten hat, nicht wie geplant weitergehen.
Beweislastumkehr
Beweislastumkehr bezeichnet den Wechsel der Beweispflicht für Mängel, der mit der Abnahme eintritt.
Einheitspreisvertrag
Ein Einheitspreisvertrag ist ein Bauvertrag, bei dem für jede Position im Leistungsverzeichnis ein fester Preis je Einheit vereinbart wird, etwa je Quadratmeter Fliesenfläche oder Kubikmeter Aushub.
Gewährleistung
Gewährleistung ist die gesetzliche Pflicht eines Handwerksbetriebs, für Mängel an seiner Leistung einzustehen.
Grenzbebauung
Grenzbebauung bezeichnet jedes Bauvorhaben, das direkt auf der Grundstücksgrenze oder über sie hinweg errichtet wird, etwa eine Garage, eine Mauer oder ein Gebäudeteil, der auf das Nachbargrundstück ragt.
Instandhaltungsrücklage
Die Instandhaltungsrücklage, seit der WEG-Reform offiziell Erhaltungsrücklage, ist ein gemeinschaftliches Sparguthaben der Wohnungseigentümer für größere Reparaturen am gemeinschaftlichen Eigentum.
Kostenvoranschlag
Ein Kostenvoranschlag, auch Kostenanschlag genannt, ist die schriftliche oder mündliche Berechnung eines Handwerksbetriebs, was ein Auftrag voraussichtlich kosten wird.
Leistungsverzeichnis
Ein Leistungsverzeichnis (LV) ist die geordnete Liste aller Arbeiten eines Bauauftrags, aufgeteilt in Positionen mit Beschreibung, Menge und Einheit.
Mängelrüge
Eine Mängelrüge, auch Mängelanzeige genannt, ist die Mitteilung des Auftraggebers an den Handwerksbetrieb, dass dessen Leistung einen Mangel hat und beseitigt werden soll.
Nacherfüllung
Nacherfüllung ist der Anspruch, mit dem der Auftraggeber vom Handwerksbetrieb verlangt, einen Mangel am Werk zu beseitigen oder das Werk neu herzustellen.
Nachtrag
Ein Nachtrag ist eine zusätzliche Vereinbarung zu einem bestehenden Bauvertrag, die eine Änderung der Bauleistung und die dafür fällige Mehr- oder Mindervergütung regelt.
Schlussrechnung
Die Schlussrechnung ist die abschließende Rechnung, mit der ein Handwerksbetrieb seine gesamte Leistung nach Fertigstellung abrechnet.
Schwarzarbeit
Schwarzarbeit ist eine Dienst- oder Werkleistung, bei der steuerliche oder sozialversicherungsrechtliche Pflichten nicht erfüllt werden, oft verbunden mit der Absprache «ohne Rechnung».
Selbstvornahme
Als Selbstvornahme bezeichnet man das Recht des Bestellers, einen Mangel nach erfolgloser Fristsetzung selbst oder durch einen anderen Betrieb beheben zu lassen und die Kosten zurückzufordern.
Sicherheitseinbehalt
Ein Sicherheitseinbehalt ist der Teil der Vergütung, den der Auftraggeber zurückhält, um sich gegen Mängel oder eine verspätete Fertigstellung abzusichern.
Sondereigentum
Sondereigentum ist das Eigentum eines Wohnungseigentümers an den Räumen seiner Wohnung und an den Teilen des Gebäudes, die sich dort ohne Eingriff ins Gemeinschaftseigentum verändern lassen.
Stundenlohnarbeiten
Stundenlohnarbeiten, auch Regiearbeiten genannt, sind Leistungen, die nach tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden statt nach einem vorab vereinbarten Festpreis abgerechnet werden.
Subunternehmer
Subunternehmer ist ein Betrieb, den der beauftragte Handwerksbetrieb mit einem Teil der Arbeiten beauftragt, ohne dass zwischen ihm und dem Bauherrn ein eigener Vertrag besteht.
Verbraucherbauvertrag
Ein Verbraucherbauvertrag ist ein Vertrag zwischen einem privaten Bauherrn und einem Unternehmer über den Bau eines neuen Gebäudes oder erhebliche Umbaumaßnahmen an einem bestehenden Gebäude.
Vertragserfüllungsbürgschaft
Die Vertragserfüllungsbürgschaft, auch Erfüllungsbürgschaft genannt, ist eine Sicherheit, die der Verbraucher bei einem Verbraucherbauvertrag mit der ersten Abschlagszahlung erhält und die rechtzeitige Fertigstellung ohne wesentliche Mängel absichert.
Vertragsstrafe
Eine Vertragsstrafe ist eine im Bauvertrag vereinbarte Geldsumme, die ein Handwerksbetrieb zahlt, wenn er einen vereinbarten Termin nicht oder nicht richtig einhält.
Verzugszinsen
Verzugszinsen sind Zinsen, die ein Kunde zahlt, wenn er eine fällige Handwerkerrechnung nicht rechtzeitig begleicht.
VOB/B
Die VOB/B ist Teil B der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen: ein Regelwerk aus Vertragsbedingungen für Bauverträge, das nur gilt, wenn beide Seiten es ausdrücklich vereinbaren.
Wegerecht
Wegerecht bezeichnet das Recht, ein fremdes Grundstück zu betreten oder zu befahren, weil die eigene Zufahrt zu einem öffentlichen Weg fehlt oder über das Nachbargrundstück führt.
Werkvertrag
Ein Werkvertrag ist ein Vertrag, in dem sich ein Betrieb verpflichtet, ein bestimmtes Werk herzustellen, und der Auftraggeber, dafür zu zahlen.
Widerrufsrecht
Das Widerrufsrecht ist das gesetzliche Recht eines privaten Bauherrn, einen bereits unterschriebenen Verbraucherbauvertrag ohne Angabe von Gründen aufzulösen.
Zurückbehaltungsrecht
Das Zurückbehaltungsrecht ist das Recht eines Bauherrn, die Zahlung der Vergütung ganz oder teilweise zu verweigern, solange der Handwerksbetrieb seine Leistung nicht vollständig oder mangelfrei erbracht hat.

Betrieb und Qualifikation

Altgesellenregelung
Die Altgesellenregelung ist die gesetzliche Grundlage, nach der ein Betrieb auch ohne Meisterbrief in einem zulassungspflichtigen Handwerk in die Handwerksrolle eingetragen werden kann, wenn der Inhaber langjährige Berufserfahrung nachweist.
Bauleiter
Bauleiter ist die Person, die den Ablauf auf der Baustelle organisiert, Gewerke koordiniert, Termine überwacht und die Bauausführung kontrolliert.
Bausachverständiger
Ein Bausachverständiger ist ein unabhängiger Fachmann, der Bauwerke, Bauausführungen oder Schäden fachlich beurteilt und die Einschätzung in einem Gutachten festhält.
Bezirksschornsteinfeger
Der Bezirksschornsteinfeger ist ein für einen festgelegten Bezirk amtlich bestellter Schornsteinfegermeister, der hoheitliche Aufgaben wie die Feuerstättenschau wahrnimmt.
Energieeffizienz-Experte
Der Energieeffizienz-Experte ist eine von der Deutschen Energie-Agentur (dena) gelistete Fachperson, die energetische Sanierungen plant, begleitet und gegenüber den Förderstellen bestätigt.
Generalunternehmer
Ein Generalunternehmer (GU) ist ein Betrieb, der alle Bauleistungen eines Vorhabens in einem Vertrag übernimmt und Ihnen gegenüber allein dafür einsteht.
Gesellenbrief
Der Gesellenbrief ist das Zeugnis über die bestandene Gesellenprüfung am Ende einer Handwerksausbildung.
Gewerbeanmeldung
Die Gewerbeanmeldung ist die Anzeige, mit der jemand den Beginn eines selbständigen Gewerbebetriebs der zuständigen Behörde meldet.
Gewerk
Ein Gewerk ist ein abgegrenzter Arbeitsbereich am Bau, den ein bestimmtes Handwerk ausführt, etwa Maurerarbeiten, Elektroinstallation oder Fliesenarbeiten.
Handwerkskammer
Die Handwerkskammer (HWK) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die die Interessen des Handwerks in ihrem Bezirk vertritt (§ 90 Abs. 1 HwO).
Handwerkskarte
Die Handwerkskarte ist die Bescheinigung, die eine Handwerkskammer über die Eintragung eines Betriebs in die Handwerksrolle ausstellt (§ 10 Abs. 2 HwO).
Handwerksrolle
Die Handwerksrolle ist das Verzeichnis, das die Handwerkskammer über die Inhaber zulassungspflichtiger Handwerksbetriebe ihres Bezirks führt (§ 6 HwO).
HOAI
Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) ist eine Rechengrundlage für Honorare von Architekten und Ingenieuren, keine verbindliche Preisliste mehr.
Innenarchitekt
Ein Innenarchitekt ist ein Planer, der Innenräume gestaltet oder neu herstellt, ohne wesentlich in Bestand oder Konstruktion eines Gebäudes einzugreifen.
Innung
Eine Innung ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Handwerksbetrieben desselben Handwerks in einem Bezirk, etwa der Dachdecker oder Elektriker einer Region.
Kälteschein
Kälteschein ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den persönlichen Sachkundenachweis, den eine Fachkraft braucht, um an Kältekreisen von Klimaanlagen und Wärmepumpen zu arbeiten.
Meisterbetrieb
Meisterbetrieb ist eine gebräuchliche Bezeichnung für einen Handwerksbetrieb, den eine Person mit bestandener Meisterprüfung führt oder fachlich leitet.
Meisterbrief
Der Meisterbrief ist die Urkunde über die bestandene Meisterprüfung in einem Handwerk.
Reisegewerbekarte
Die Reisegewerbekarte ist die Erlaubnis, die für den Betrieb eines Reisegewerbes nötig ist.
Sachkundenachweis
Der Sachkundenachweis ist ein Beleg dafür, dass eine Person für eine bestimmte Tätigkeit die nötigen Fachkenntnisse und Fertigkeiten besitzt.
Scheinselbstständigkeit
Scheinselbstständigkeit bezeichnet eine Tätigkeit, die vertraglich als selbstständige Beauftragung läuft, in der Praxis aber einer Beschäftigung entspricht.
SiGeKo
SiGeKo ist die Abkürzung für Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator; er koordiniert den Arbeitsschutz, wenn auf einer Baustelle Beschäftigte mehrerer Betriebe gleichzeitig arbeiten.
Stundenverrechnungssatz
Der Stundenverrechnungssatz ist der Betrag, den ein Handwerksbetrieb für eine Arbeitsstunde seiner Beschäftigten berechnet.
Zulassungsfreies Handwerk
Zulassungsfreies Handwerk ist ein Handwerk, das ohne Meisterbrief selbständig betrieben werden darf.

Förderung, Steuer und Gesetz

Abstandsflächen
Abstandsflächen sind die Flächen, die ein Gebäude zur Grundstücksgrenze und zu Nachbargebäuden einhalten muss, damit Belichtung, Belüftung und Brandschutz gesichert bleiben.
Aufbewahrungspflicht
Die Aufbewahrungspflicht ist die gesetzliche Pflicht, eine Handwerkerrechnung über eine Bauleistung für einen bestimmten Zeitraum aufzubewahren.
Bauabzugsteuer
Die Bauabzugsteuer ist ein Steuerabzug von 15 Prozent, den Auftraggeber von Bauleistungen bei der Bezahlung einbehalten und an das Finanzamt abführen müssen.
Bauantrag
Der Bauantrag ist der förmliche Antrag, mit dem Bauherren bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde die Genehmigung für ein Bauvorhaben beantragen.
Baugenehmigung
Die Baugenehmigung ist die behördliche Erlaubnis, eine bauliche Anlage zu errichten, zu ändern oder anders zu nutzen.
Bauvoranfrage
Die Bauvoranfrage ist ein Antrag an die Bauaufsichtsbehörde, mit dem Bauherren vor der eigentlichen Planung eine einzelne Frage zur Bebaubarkeit eines Grundstücks verbindlich klären lassen.
Bebauungsplan
Der Bebauungsplan ist eine kommunale Satzung, die für ein bestimmtes Gebiet festlegt, was und wie dort gebaut werden darf.
BEG EM
BEG EM ist die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen, mit der die BAFA einzelne Sanierungsschritte wie Dämmung oder Fenstertausch bezuschusst.
Denkmalabschreibung
Die Denkmalabschreibung ist eine erhöhte steuerliche Absetzung für Baumaßnahmen an einem Baudenkmal nach § 7i EStG.
Denkmalschutz
Denkmalschutz ist der gesetzliche Schutz von Gebäuden oder Gebäudeteilen, die wegen ihrer geschichtlichen, künstlerischen oder städtebaulichen Bedeutung als Baudenkmal eingestuft sind.
Effizienzhaus
Effizienzhaus, auch Niedrigstenergiegebäude genannt, bezeichnet den gesetzlichen Mindeststandard, den jeder Neubau in Deutschland energetisch einhalten muss.
Energieausweis
Ein Energieausweis ist ein Dokument über die energetischen Eigenschaften eines Gebäudes, ausgestellt als Energiebedarfsausweis oder als Energieverbrauchsausweis.
Energieeffizienzklasse
Energieeffizienzklasse ist die Einstufung eines Wohngebäudes auf einer Buchstabenskala von A+ bis H im Energieausweis, abgeleitet aus dem Endenergieverbrauch oder Endenergiebedarf des Gebäudes.
Gebäudeenergiegesetz (GEG)
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist das Bundesgesetz, das die energetischen Anforderungen an Heizungen und Gebäudehüllen in Deutschland festlegt.
Heizkostenverordnung
Die Heizkostenverordnung ist die gesetzliche Vorschrift, nach der Gebäudeeigentümer die Kosten für Heizung und Warmwasser auf die einzelnen Nutzer verteilen müssen.
Heizlastberechnung
Die Heizlastberechnung ist ein Rechenverfahren, das ermittelt, wie viel Wärmeleistung ein Gebäude und jeder einzelne Raum braucht, um auch bei strengem Frost warm zu bleiben.
Heizungsförderung
Heizungsförderung bezeichnet staatliche Zuschüsse, die den Tausch einer alten Heizung oder die Optimierung einer bestehenden Anlage finanziell unterstützen.
iSFP (individueller Sanierungsfahrplan)
Der iSFP (individueller Sanierungsfahrplan) ist ein schriftlicher Plan, in dem ein Energieberater den Zustand eines Wohngebäudes bewertet und die Sanierung in sinnvolle Schritte gliedert.
KfW-Förderung
KfW-Förderung bezeichnet Kredite und Zuschüsse der Kreditanstalt für Wiederaufbau für energetische Sanierung, altersgerechten Umbau und energieeffizientes Bauen.
Kleinunternehmerregelung
Die Kleinunternehmerregelung ist eine Regelung im Umsatzsteuerrecht, nach der kleine Betriebe keine Umsatzsteuer auf ihre Rechnungen ausweisen und abführen müssen.
Nutzungsänderung
Als Nutzungsänderung bezeichnet man den Wechsel der Nutzungsart einer baulichen Anlage, etwa wenn aus einem Lager Wohnraum oder aus einer Wohnung eine Praxis wird.
Pflichtangaben auf der Rechnung
Pflichtangaben auf der Rechnung sind die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben, die eine Handwerkerrechnung enthalten muss, damit sie steuerlich gültig ist.
Sanierungspflicht
Sanierungspflicht bezeichnet die gesetzliche Pflicht von Eigentümern, bestimmte Bauteile eines Gebäudes energetisch nachzurüsten.
Steuerbonus für Handwerkerleistungen (§ 35a EStG)
Der Steuerbonus für Handwerkerleistungen nach § 35a EStG ist eine Ermäßigung der Einkommensteuer für Arbeitskosten, die Handwerksbetriebe in Ihrem Haushalt erbringen.
Steuerbonus für Sanierung (§ 35c EStG)
Der Steuerbonus für Sanierung nach § 35c EStG ist eine Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen an einem selbst genutzten eigenen Gebäude.
Trinkwasserverordnung
Die Trinkwasserverordnung (TrinkwV) regelt, welche Qualität Trinkwasser erfüllen muss und wer dafür verantwortlich ist.
Wohnflächenberechnung
Die Wohnflächenberechnung ist das Verfahren, mit dem die Wohnfläche einer Wohnung oder eines Hauses nach festen Regeln ermittelt wird.

Heizung, Lüftung und Dämmung

Aufsparrendämmung
Aufsparrendämmung ist eine Dachdämmung, bei der die Dämmschicht als geschlossene Lage oberhalb der Sparren verlegt wird, direkt unter Lattung und Eindeckung.
Blower-Door-Test
Der Blower-Door-Test ist eine Messung, die zeigt, wie luftdicht die Hülle eines Gebäudes ist.
Brennwerttechnik
Brennwerttechnik ist eine Heiztechnik, bei der der Kessel auch die Wärme aus dem Wasserdampf im Abgas nutzt, indem er diesen Dampf kondensieren lässt.
Dezentrale Lüftung
Dezentrale Lüftung ist eine Wohnraumlüftung, bei der einzelne Geräte direkt in der Außenwand jedes Raums sitzen, statt Luft über ein zentrales Kanalnetz zu verteilen.
Einblasdämmung
Einblasdämmung ist ein Verfahren, bei dem lose Dämmstoffe wie Zellulose, Mineralwolle oder Holzfaser maschinell in einen geschlossenen Hohlraum geblasen werden, etwa in die Kerndämmung einer Fassade.
Enthärtungsanlage
Eine Enthärtungsanlage ist eine Anlage, die der Trinkwasserinstallation Kalzium und Magnesium entzieht und so die Wasserhärte senkt.
Fernwärme
Fernwärme ist die Versorgung eines Gebäudes mit Heizwärme aus einem zentralen Wärmenetz, die über eine Übergabestation im Haus eingespeist wird.
Flachdachdämmung
Flachdachdämmung ist die Wärmedämmung eines Flachdachs, meist kombiniert mit der Abdichtung der Dachfläche gegen Feuchtigkeit.
Frischwasserstation
Eine Frischwasserstation ist ein Wärmetauscher, der Trinkwasser erst im Moment der Entnahme aus dem Heizungswasser erwärmt, statt es gespeichert vorzuhalten.
Fußbodenheizung
Eine Fußbodenheizung ist eine Flächenheizung, bei der Heizrohre im Boden liegen und den Raum über die gesamte Bodenfläche erwärmen.
Gasheizungstausch
Der Gasheizungstausch bezeichnet den Ersatz einer alten Gasheizung durch einen neuen Gas-Brennwertkessel im Bestandsgebäude.
Gastherme
Eine Gastherme ist ein gasbetriebenes Heizgerät, das als Brennwertkessel die Energie des Wasserdampfs in den Abgasen nutzt, indem sie ihn im Betrieb kondensieren lässt.
Geschossdeckendämmung
Geschossdeckendämmung ist die nachträgliche Wärmedämmung der obersten Geschossdecke eines Gebäudes, meist zwischen beheiztem Wohnraum und einem ungenutzten Dachboden.
Heizkörpertausch
Heizkörpertausch bezeichnet den Austausch alter Heizkörper gegen neue, meist größere Modelle, die dieselbe Wärmemenge bei niedrigerer Vorlauftemperatur abgeben.
Heizkurve
Die Heizkurve ist die Einstellung an der Heizungsanlage, die festlegt, welche Vorlauftemperatur das Heizsystem bei welcher Außentemperatur liefert.
Heizungsrohre
Heizungsrohre sind die Rohrleitungen, die Heizwärme und Warmwasser im Gebäude verteilen, zusammen mit ihren Armaturen.
Heizungswartung
Heizungswartung ist die regelmäßige Kontrolle, Reinigung und Einstellung einer Heizungsanlage durch einen Fachbetrieb, damit sie sicher und effizient läuft.
Holzfaserdämmung
Holzfaserdämmung ist ein Dämmstoff aus Holzspänen oder Holzfasern, der zu Platten oder Matten verarbeitet wird und zu den Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen zählt.
Hybridheizung
Eine Hybridheizung ist eine Heizanlage mit zwei unterschiedlichen Wärmeerzeugern, meist einer Wärmepumpe oder Biomasseheizung und einer Gas- oder Ölheizung, die sich bei der Wärmeerzeugung ergänzen.
Hydraulischer Abgleich
Hydraulischer Abgleich bezeichnet die Einstellung einer Warmwasserheizung, bei der jeder Heizkörper und jeder Heizkreis genau die Wassermenge erhält, die der Raum für seine Wärme braucht.
Infrarotheizung
Infrarotheizung ist eine Stromdirektheizung, die elektrische Energie direkt und ohne Wasserkreislauf in Strahlungswärme umwandelt.
Innendämmung
Innendämmung ist eine Wärmedämmung, die auf der Innenseite einer Außenwand angebracht wird, wenn die Fassade erhalten bleiben muss, etwa bei denkmalgeschützten oder historisch verputzten Gebäuden.
Jahresarbeitszahl (JAZ)
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist das Verhältnis zwischen der Wärme, die eine Wärmepumpe über ein ganzes Jahr abgibt, und dem Strom, den sie dafür verbraucht.
Kachelofen
Ein Kachelofen ist ein gemauerter Grundofen aus feuerfesten Steinen mit Kachelverkleidung, der Wärme über Stunden speichert und langsam an den Raum abgibt.
Kaminofen
Ein Kaminofen ist eine Einzelraumfeuerungsanlage für feste Brennstoffe wie Holz, die einen einzelnen Raum beheizt und an den Schornstein angeschlossen wird.
Kellerdeckendämmung
Kellerdeckendämmung ist die nachträgliche Dämmung der Decke zwischen unbeheiztem Keller und beheiztem Wohnraum darüber.
Kerndämmung
Kerndämmung ist das nachträgliche Einbringen von Dämmmaterial in den Hohlraum zwischen den beiden Schalen eines zweischaligen Mauerwerks, auch Hohlschichtdämmung genannt.
Klimaanlage
Eine Klimaanlage ist ein Gerät, das Räume aktiv kühlt, meist über ein Außengerät und ein oder mehrere Innengeräte mit Kältemittelleitung.
Kontrollierte Wohnraumlüftung
Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL) ist eine Lüftungsanlage, die Wohnräume dauerhaft mit Frischluft versorgt und verbrauchte Luft abführt, meist mit Wärmerückgewinnung.
Luft-Wasser-Wärmepumpe
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine Heizanlage, die Umgebungsluft als Wärmequelle nutzt und die Energie über ein Wasser-Heizsystem an Heizkörper oder Fußbodenheizung abgibt.
Nachtspeicherheizung
Eine Nachtspeicherheizung, auch Nachtstromspeicherheizung oder Stromdirektheizung genannt, ist ein Heizsystem, das nachts Strom in Keramik- oder Steinspeichern einlagert und die Wärme tagsüber abgibt.
Pelletheizung
Eine Pelletheizung ist eine Heizanlage, die Holzpellets als festen Biomasse-Brennstoff verbrennt und daraus Wärme für Heizung und Warmwasser erzeugt.
Perimeterdämmung
Perimeterdämmung ist die Wärmedämmung auf der Außenseite erdberührter Bauteile, also an Kellerwänden und unter der Bodenplatte.
Pufferspeicher
Ein Pufferspeicher ist ein gedämmter Wasserbehälter im Heizkreis, der Wärme zwischenspeichert und zeitversetzt an Heizkörper oder Fußbodenheizung abgibt.
Solarthermie
Solarthermie ist eine Technik, die Sonnenenergie über Kollektoren auf dem Dach in Wärme umwandelt und damit Warmwasser erzeugt oder die Heizung unterstützt.
Taupunkt
Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der Feuchtigkeit aus der Raumluft als Wasser auf einer Fläche ausfällt.
Thermostatventil
Ein Thermostatventil ist ein Ventil am Heizkörper, das die Wassermenge nach der eingestellten Raumtemperatur selbsttätig regelt.
Trittschalldämmung
Trittschalldämmung ist eine Dämmschicht im Fußbodenaufbau, die Geh- und Aufprallgeräusche von einem Raum in den darunterliegenden Raum reduziert.
U-Wert
Der U-Wert, auch Wärmedurchgangskoeffizient genannt, ist die Kennzahl dafür, wie viel Wärme durch ein Bauteil nach außen verloren geht.
Umwälzpumpe
Die Umwälzpumpe ist die Pumpe im Heizkreislauf, die warmes Wasser vom Heizkessel zu den Heizkörpern und zurück befördert.
Vorlauftemperatur
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das Heizwasser vom Wärmeerzeuger zu den Heizkörpern oder zur Fußbodenheizung fließt.
Wandheizung
Eine Wandheizung, auch Wandflächenheizung genannt, ist eine Flächenheizung, die Heizrohre nicht im Fußboden, sondern in der Wand verlegt und die Wandfläche als Wärmeübertrager nutzt.
Wärmebrücke
Eine Wärmebrücke ist eine Stelle in der Gebäudehülle, an der mehr Wärme nach außen entweicht als durch die umgebende Fläche.
Wärmemengenzähler
Ein Wärmemengenzähler ist ein Gerät, das die von einer Heizanlage oder einem Fernwärmeanschluss abgegebene Wärmemenge misst und so die verbrauchsabhängige Abrechnung der Heizkosten ermöglicht.
Wärmepumpe
Eine Wärmepumpe ist eine Heizanlage, die Umgebungswärme aus Luft, Wasser oder Erdreich entzieht und mit Strom auf Heiztemperatur anhebt.
Wärmerückgewinnung
Wärmerückgewinnung bezeichnet die Technik, mit der eine Lüftungsanlage die Wärme der Abluft auf die kühlere Zuluft überträgt, bevor die Abluft nach außen entweicht.
Warmwasserspeicher
Ein Warmwasserspeicher ist ein Behälter, der Trinkwasser erwärmt und bis zum Verbrauch bereithält, auch Trinkwassererwärmer genannt.
WDVS (Wärmedämmverbundsystem)
Ein WDVS (Wärmedämmverbundsystem) ist eine Fassadendämmung, bei der Dämmplatten, Armierung und Putz als aufeinander abgestimmtes System direkt auf die Außenwand kommen.
Zirkulationspumpe
Die Zirkulationspumpe ist eine Umwälzpumpe, die warmes Wasser ständig zwischen Speicher und Entnahmestellen in Bewegung hält.
Zwischensparrendämmung
Zwischensparrendämmung ist die Wärmedämmung des Daches, bei der Dämmstoff von innen zwischen den Sparren eingebaut wird, meist beim Ausbau eines bislang ungedämmten Dachgeschosses.

Elektro und Solar

Balkonkraftwerk
Ein Balkonkraftwerk, auch Steckersolargerät oder Mini-PV genannt, ist eine kleine Solaranlage, die über einen Stecker Strom in den Endstromkreis des Haushalts einspeist.
Blitzschutz
Blitzschutz ist die Gesamtheit technischer Maßnahmen, die ein Gebäude und seine Bewohner vor den Folgen eines Blitzeinschlags schützen.
DGUV-V3-Prüfung
Die DGUV-V3-Prüfung ist die wiederkehrende Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel in Betrieben und Räumen, in denen Personal beschäftigt wird.
Drehstrom
Drehstrom ist Strom aus drei zeitlich versetzten Wechselspannungs-Phasen, der mehr Leistung transportiert als der einphasige Haushaltsstrom und deshalb auch Dreiphasenstrom oder Kraftstrom heißt.
E-Check
Der E-Check ist eine Prüfung der elektrischen Anlage in Wohnung oder Haus durch einen Elektrofachbetrieb, der den sicheren Zustand von Leitungen, Schutzeinrichtungen und Anschlüssen dokumentiert.
Einspeisevergütung
Die Einspeisevergütung ist der Betrag, den der Netzbetreiber für Solarstrom zahlt, der ins öffentliche Netz eingespeist wird.
Elektroherd anschließen
Elektroherd anschließen bezeichnet den Festanschluss eines Herds, Backofens oder Warmwasserspeichers an das Stromnetz durch eine Elektrofachkraft, nicht das Einstecken in eine Steckdose.
Elektroinstallation
Elektroinstallation ist die Gesamtheit aller elektrischen Leitungen, Verteilungen, Steckdosen, Schalter und Anschlüsse in einem Gebäude.
Energiemanagementsystem
Ein Energiemanagementsystem ist eine Steuerzentrale, die Stromerzeugung, Speicher und Verbraucher im Haus aufeinander abstimmt.
FI-Schalter
Ein FI-Schalter, auch Fehlerstromschutzschalter oder RCD genannt, ist eine Schutzeinrichtung im Stromkreis, die bei einem Fehlerstrom sofort abschaltet.
Hausanschlusskasten
Der Hausanschlusskasten ist die Übergabestelle im Keller oder an der Außenwand, an der das öffentliche Stromnetz endet und die Hausinstallation beginnt.
KNX
KNX ist ein herstellerneutraler Bus-Standard, der Lichtschalter, Jalousien, Heizung und Alarmanlage über eine gemeinsame Steuerleitung verbindet, statt für jedes Gerät eine eigene App zu benötigen.
Leerrohr
Ein Leerrohr ist ein leeres Kunststoff- oder Metallrohr, das beim Rohbau oder bei der Sanierung in Wand, Boden oder Decke verlegt wird, damit später Elektro- oder Datenkabel eingezogen werden können.
Leitungsschutzschalter
Ein Leitungsschutzschalter ist ein Sicherungsautomat, der eine elektrische Leitung vor Überlastung und Kurzschluss schützt, indem er den Stromkreis automatisch abschaltet.
Marktstammdatenregister
Das Marktstammdatenregister (MaStR) ist das Register der Bundesnetzagentur, in dem Betreiber ihre Einheiten sowie EEG- und KWK-Anlagen registrieren müssen.
Mieterstrom
Mieterstrom ist Solarstrom, den eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Mietshauses erzeugt und der ohne Umweg über das öffentliche Netz direkt an die Mieter im selben Gebäude verkauft wird.
Netzanschluss
Der Netzanschluss ist die Verbindung der Elektroanlage eines Gebäudes mit dem öffentlichen Stromnetz, über die Strom ins Haus gelangt.
Nulleinspeisung
Nulleinspeisung bezeichnet eine Photovoltaikanlage, die technisch so eingestellt ist, dass sie keinen Strom ins öffentliche Netz abgibt, selbst wenn die Module mehr erzeugen als im Haus verbraucht wird.
Photovoltaik
Photovoltaik ist die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom über Solarmodule auf dem Dach oder an der Fassade.
Potentialausgleich
Potentialausgleich bezeichnet die Verbindung aller leitfähigen Metallteile eines Gebäudes mit einem gemeinsamen Erdungspunkt, damit zwischen ihnen keine gefährliche Spannungsdifferenz entstehen kann.
Smart Meter
Smart Meter ist die umgangssprachliche Bezeichnung für ein intelligentes Messsystem, das den Stromverbrauch digital erfasst und die Daten über ein Kommunikationsmodul an den Netzbetreiber überträgt.
Solarkataster
Ein Solarkataster ist eine Online-Karte, die für Hausdächer anhand von Satelliten- oder Laserdaten das Solarpotenzial grob einschätzt.
Solarpflicht
Solarpflicht ist die Pflicht, bei bestimmten Bauvorhaben eine Photovoltaikanlage auf dem Dach zu installieren.
Stromspeicher
Ein Stromspeicher ist eine Batterie, die tagsüber erzeugten Solarstrom aus der Photovoltaikanlage aufnimmt und später im Haus bereitstellt.
Stromzählerwechsel
Als Stromzählerwechsel bezeichnet man den Austausch eines Stromzählers gegen eine moderne Messeinrichtung oder ein intelligentes Messsystem im Zählerschrank.
Türsprechanlage
Eine Türsprechanlage ist eine Anlage, die Haustür oder Wohnungstür über eine Sprechstelle und oft eine Kamera mit der Wohnung verbindet, sodass sich Besucher vor dem Öffnen identifizieren lassen.
Überspannungsschutz
Überspannungsschutz ist eine Schutzeinrichtung in der Elektroinstallation, die kurze Spannungsspitzen aus Blitzeinschlägen oder Schalthandlungen im Netz ableitet, bevor sie Geräte beschädigen.
Unterverteilung
Die Unterverteilung ist der Verteilerkasten, in dem die Stromkreise einer Wohnung oder Etage zusammenlaufen und über Sicherungen abgesichert werden.
Wallbox
Eine Wallbox ist eine fest installierte Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge, die an der Wand oder auf einem Standfuß montiert und direkt an die Hausinstallation angeschlossen wird.
Wärmepumpentarif
Ein Wärmepumpentarif ist ein vergünstigter Stromtarif für den Betrieb einer Wärmepumpe, der im Gegenzug eine Steuerung der Anlage durch den Netzbetreiber zulässt.
Wechselrichter
Ein Wechselrichter, auch Inverter genannt, ist das Gerät, das den Gleichstrom aus Solarmodulen in netzüblichen Wechselstrom umwandelt.
Zählerschrank
Ein Zählerschrank, auch Zählerkasten genannt, ist der Schrank, in dem Stromzähler, Hauptsicherungen und meist die Stromkreisverteilung mit den Schutzeinrichtungen eines Gebäudes untergebracht sind.

Bau, Ausbau und Sanierung

Altbausanierung
Altbausanierung ist die umfassende Instandsetzung und Modernisierung eines bestehenden, meist älteren Gebäudes, bei der Bausubstanz, Technik und Energiestandard erneuert werden.
Anbau
Ein Anbau ist eine bauliche Erweiterung eines bestehenden Gebäudes, etwa ein zusätzliches Zimmer, ein Wintergarten oder ein neuer Gebäudeflügel.
Asbest
Asbest ist ein faseriges Mineral, das früher in vielen Baustoffen verarbeitet wurde und dessen eingeatmete Fasern als krebserregend gelten.
Außenputz
Außenputz ist die äußere Putzschicht auf dem Mauerwerk einer Fassade, die als Wetterschutz und als gestaltete Oberfläche zugleich dient.
Badsanierung
Badsanierung bezeichnet den Umbau eines bestehenden Bades, bei dem Sanitärobjekte, Fliesen, Estrich, Leitungen und Elektroinstallation ganz oder teilweise erneuert werden.
Balkonsanierung
Balkonsanierung bezeichnet die Instandsetzung eines schadhaften oder undichten Balkons, bei der Abdichtung, Gefälle, Randanschluss und Entwässerung wiederhergestellt oder neu ausgeführt werden.
Bauschuttentsorgung
Bauschuttentsorgung ist die fachgerechte Sammlung, der Transport und die Verwertung oder Beseitigung von Abbruch- und Baurestmassen wie Beton, Ziegel, Fliesen oder Mörtel.
Bautrocknung
Bautrocknung ist der technische Entzug von Feuchtigkeit aus Mauerwerk, Estrich oder Dämmung mit Kondens-, Adsorptions- oder Infrarotgeräten.
Bauwerksabdichtung
Bauwerksabdichtung ist die Summe aller Maßnahmen, mit denen ein Gebäude dauerhaft vor eindringendem Wasser geschützt wird.
Betonsanierung
Betonsanierung ist die Instandsetzung von beschädigtem Beton, bei dem Risse oder abgeplatzte Stellen die Bewehrung freilegen und zum Rosten bringen.
Bodengleiche Dusche
Eine bodengleiche Dusche ist eine Duschfläche ohne Duschwanne, deren Boden ebenerdig in den Fliesenbelag des Bades übergeht.
Brandschutz
Brandschutz bezeichnet alle baulichen und organisatorischen Maßnahmen, die verhindern, dass sich Feuer und Rauch in einem Gebäude ausbreiten, und die im Ernstfall Fluchtwege freihalten.
Carport
Carport ist ein offener Unterstand für Autos oder andere Fahrzeuge: ein Dach auf Stützen, ohne durchgehende Außenwände.
Dachbegrünung
Dachbegrünung ist die Bepflanzung eines Flachdachs oder flach geneigten Dachs mit einer Vegetationsschicht aus Substrat und Pflanzen, meist als extensives Gründach mit niedrigem Bewuchs.
Dachbodenausbau
Dachbodenausbau bezeichnet den Umbau eines bisher ungenutzten Dachbodens zu bewohnbarem Wohnraum, etwa als Schlaf-, Arbeits- oder Kinderzimmer.
Dachfenster
Ein Dachfenster, auch Dachflächenfenster genannt, ist ein Fenster, das in die Dachschräge eingebaut wird und Tageslicht sowie Luft in ausgebaute Dachgeschosse bringt.
Dachgaube
Eine Dachgaube ist ein aufrecht aus der Dachschräge herausgebauter Fensteraufbau, der im Dachgeschoss zusätzliche Kopfhöhe, Nutzfläche und Tageslicht schafft.
Dachrinne
Die Dachrinne ist die Rinne entlang der Dachkante, die Regenwasser auffängt und über das Fallrohr ableitet.
Dachsanierung
Dachsanierung bezeichnet die Erneuerung der Dacheindeckung, der Unterkonstruktion und meist auch der Wärmedämmung eines bestehenden Dachs.
Dachstuhl
Der Dachstuhl ist die tragende Holzkonstruktion, die das Dach eines Gebäudes formt und sein Gewicht sowie Wind- und Schneelasten auf die Außenwände ableitet.
Dampfsperre
Eine Dampfsperre ist eine Schicht, meist eine Folie, die im Bauteil verhindert, dass Wasserdampf aus der warmen Raumluft in die Dämmung eindringt.
Dichtschlämme
Dichtschlämme ist eine mineralische, zementgebundene Abdichtungsmasse, die auf Mauerwerk, Beton oder Estrich gestrichen oder gespachtelt wird.
Drainage
Drainage bezeichnet ein System aus Rohren, Kies und Vlies, das Wasser rund um ein Gebäude sammelt und kontrolliert ableitet, statt es gegen die Kelleraußenwand drücken zu lassen.
Einbruchschutz
Einbruchschutz bezeichnet alle Maßnahmen, die ein Gebäude durch stabile Bauteile statt durch Alarmanlagen vor dem Eindringen Unbefugter schützen.
Estrich
Estrich ist eine Schicht aus Mörtel oder Platten, die auf dem Rohboden oder einer Dämmung liegt und als ebener, tragfähiger Untergrund für den Bodenbelag dient.
Fassadenanstrich
Fassadenanstrich ist das Streichen der Außenwände eines Gebäudes, meist nach vorheriger Reinigung und Grundierung.
Fassadenreinigung
Fassadenreinigung ist das Entfernen von Schmutz, Algen, Moos oder Grauschleier von der Außenwand, ohne dass neu gestrichen oder verputzt wird.
Fenstertausch
Fenstertausch bezeichnet den Ersatz alter Fenster durch neue, wärmegedämmte Modelle.
Fliesenspiegel
Ein Fliesenspiegel ist die geflieste Wandfläche zwischen Arbeitsplatte und Oberschränken, die in der Küche die Wand vor Spritzwasser, Fett und Schmutz schützt.
Gartenmauer
Eine Gartenmauer ist eine Mauer, die ein Grundstück einfriedet oder von einem Nachbargrundstück abgrenzt.
Gerüst
Ein Gerüst ist eine temporäre Arbeitsplattform aus Metallrohren oder -rahmen, die an einer Fassade oder einem Dach aufgebaut wird, damit Handwerker sicher in der Höhe arbeiten können.
Haustür
Die Haustür ist die Eingangstür eines Wohngebäudes und verbindet Wärmedämmung, Einbruchschutz und eine fachgerechte Montage.
Hebeanlage
Eine Hebeanlage ist eine technische Anlage, die Abwasser aus Räumen unterhalb der Rückstauebene maschinell nach oben in den öffentlichen Kanal pumpt.
Horizontalsperre
Eine Horizontalsperre ist eine waagerechte Sperrschicht im Mauerwerk, die verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Boden kapillar in der Wand aufsteigt.
Innenputz
Innenputz ist die Schicht aus Gips, Kalk oder Lehm, die auf Mauerwerk oder Trockenbauwände innen aufgebracht wird, um eine glatte, tragfähige Fläche für Anstrich, Tapete oder Fliesen zu schaffen.
Kanalsanierung
Kanalsanierung ist die Instandsetzung oder Erneuerung schadhafter Abwasserleitungen auf einem Grundstück, meist der Grundleitung zwischen Haus und öffentlichem Kanal.
Kellerabdichtung
Kellerabdichtung ist die bauliche Maßnahme, die einen Keller gegen Feuchtigkeit und Wasser aus dem Erdreich schützt.
Kernbohrung
Eine Kernbohrung ist das staubarme Herausschneiden eines runden Lochs aus Beton, Mauerwerk oder Stein mit einer diamantbesetzten Hohlbohrkrone.
Kernsanierung
Eine Kernsanierung ist die Sanierung eines Gebäudes bis auf die tragende Substanz:
Leckageortung
Leckageortung ist die technische Suche nach der genauen Stelle eines Wasser- oder Gasaustritts in Leitungen, Dach oder Dämmung, bevor Wände, Boden oder Fassade geöffnet werden.
Legionellenprüfung
Die Legionellenprüfung ist eine Untersuchung des Trinkwassers auf Legionellen:
Lichtschacht
Ein Lichtschacht ist eine Vertiefung vor einem Kellerfenster, die Tageslicht und Luft in den Keller lässt und das Fenster vor Erddruck schützt.
Mauertrockenlegung
Mauertrockenlegung bezeichnet Verfahren, die aufsteigende oder eindringende Feuchte aus durchfeuchtetem Mauerwerk entfernen und weiteres Eindringen von Wasser dauerhaft unterbinden.
Parkett schleifen
Parkett schleifen bezeichnet das Abtragen der obersten, verschlissenen Holzschicht eines Parkettbodens, um Kratzer, Dellen und alte Oberflächenbehandlung zu entfernen.
Pflasterarbeiten
Pflasterarbeiten bezeichnen das Verlegen von Pflastersteinen oder Platten auf einer Fläche im Außenbereich, etwa Einfahrt, Terrasse oder Gehweg.
Q-Stufen (Q1 bis Q4)
Q-Stufen (Q1 bis Q4) sind die Qualitätsstufen, in denen Wand- und Deckenflächen gespachtelt werden, vor allem Gipsplatten im Trockenbau.
Ringanker
Ein Ringanker ist ein umlaufender Gurt aus Stahlbeton, der die Außenwände eines Mauerwerksbaus auf Höhe der Decke oder unter dem Dach miteinander verbindet.
Risse im Mauerwerk
Risse im Mauerwerk sind sichtbare Trennungen im Putz oder im Mauerwerk selbst, die durch Bewegungen im Bauwerk, Temperaturwechsel oder eindringende Feuchte entstehen.
Rohbau
Der Rohbau ist der tragende Grundkörper eines Gebäudes:
Rohrbruch
Ein Rohrbruch ist ein plötzlicher Riss oder Bruch in einer Wasser- oder Heizungsleitung, durch den Wasser unkontrolliert austritt.
Rohrreinigung
Rohrreinigung ist die mechanische oder chemische Beseitigung einer Verstopfung in einem Abflussrohr oder in der Grundleitung eines Gebäudes.
Rollladen
Rollladen ist eine Sonnen-, Sicht- und Einbruchschutzvorrichtung aus beweglichen Lamellen, die sich über einem Fenster oder einer Tür auf- und abrollen lässt.
Rückstauklappe
Eine Rückstauklappe ist ein mechanischer Verschluss in der Abwasserleitung, der verhindert, dass bei Starkregen Wasser aus dem öffentlichen Kanal zurück ins Haus drückt.
Schimmel
Schimmel ist ein Pilzbefall, der entsteht, wenn im Innenraum vorhandene Sporen auf eine feuchte Oberfläche treffen.
Sockelabdichtung
Sockelabdichtung ist der Feuchteschutz am unteren Rand der Fassade, dort wo Wand und Erdreich oder Bodenplatte zusammentreffen.
Statiker
Ein Statiker ist ein Fachplaner, der die Tragfähigkeit von Bauteilen und ganzen Gebäuden berechnet.
Stützmauer
Eine Stützmauer ist eine Wand, die Erdreich, einen Hang oder eine Geländestufe gegen Abrutschen und seitlichen Erddruck sichert.
Terrassenüberdachung
Eine Terrassenüberdachung ist ein Dach über der Terrasse, das vor Regen und Sonne schützt, freistehend im Garten oder an der Hauswand montiert.
Treppenlift
Ein Treppenlift, auch Sitzlift oder Plattformlift genannt, ist eine elektrisch betriebene Transporthilfe, die Personen mit eingeschränkter Mobilität auf einer Schiene entlang der Treppe befördert.
Treppenrenovierung
Treppenrenovierung ist die Erneuerung einer bestehenden Treppe durch Überbauen, Abschleifen oder den Austausch einzelner Bauteile, ohne die tragende Konstruktion zu ersetzen.
Trockenbau
Trockenbau ist eine Bauweise, bei der Wände, Decken und Vorsatzschalen ohne Mörtel aus Metall- oder Holzprofilen und Platten wie Gipskarton entstehen.
Wanddurchbruch
Ein Wanddurchbruch ist eine nachträglich in eine Wand eingebrachte Öffnung, etwa für eine Tür, einen Durchgang oder einen offenen Wohnbereich.
Wasserschaden
Ein Wasserschaden ist ein Schaden an Gebäude oder Einrichtung durch austretendes Wasser, meist aus einer defekten Leitung, einem Rohrbruch oder eindringendem Regen.
Wintergarten
Ein Wintergarten ist ein verglaster Anbau an ein Wohngebäude, der als kalter Wintergarten unbeheizt bleibt oder als warmer Wintergarten ganzjährig beheizt und genutzt wird.
Zisterne
Eine Zisterne ist ein Behälter, der Regenwasser vom Dach auffängt und speichert, damit es später für Garten, Toilette oder Waschmaschine genutzt werden kann.

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