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Handwerk-Lexikon

Überspannungsschutz

Auch: Überspannungsableiter · Blitzschutz innen

Überspannungsschutz ist eine Schutzeinrichtung in der Elektroinstallation, die kurze Spannungsspitzen aus Blitzeinschlägen oder Schalthandlungen im Netz ableitet, bevor sie Geräte beschädigen. Die Bauteile heißen Überspannungsableiter und sitzen meist im Zählerschrank oder in der Unterverteilung. Fachleute sprechen auch vom inneren Blitzschutz. Er ergänzt einen äußeren Blitzableiter auf dem Dach, ersetzt ihn aber nicht.

Ableiter und FI-Schalter haben verschiedene Aufgaben

Der FI-Schalter schützt Menschen. Er schaltet ab, wenn Strom über einen falschen Weg abfließt, etwa über einen Körper. Gegen Spannungsspitzen hilft er nicht. Der Überspannungsableiter schützt dagegen die Installation und angeschlossene Geräte wie Heizungssteuerung, Wechselrichter, Router oder Fernseher. Er begrenzt die Spannung und leitet die Energie über den Potenzialausgleich zur Erde ab. Beide Geräte sitzen oft nebeneinander im Verteiler, erfüllen aber getrennte Aufgaben.

Wirksam ist der Schutz nur als abgestuftes System. Ein Grobschutz sitzt möglichst nah am Hausanschluss, meist im Zählerschrank. Mittel- und Feinschutz folgen in Unterverteilungen oder direkt vor empfindlichen Geräten. Eine Steckdosenleiste mit Überspannungsschutz allein ersetzt dieses System nicht.

Ableiter beim Umbau gleich einplanen

Am einfachsten lassen sich Ableiter einbauen, wenn ohnehin am Zählerschrank oder an der Verteilung gearbeitet wird: bei einer Sanierung der Elektrik oder beim Anschluss einer Photovoltaikanlage, Wärmepumpe oder Wallbox. In neuen Anlagen ist Überspannungsschutz nach den anerkannten Regeln der Technik heute meist vorgesehen. Fragen Sie den Elektriker, ob er im Angebot ausdrücklich aufgeführt ist und welche Schutzstufen enthalten sind.

Achten Sie darauf, dass auch Leitungen für Telefon, Internet und Antenne einbezogen werden, denn Überspannung gelangt auch über diese Wege ins Haus. Ableiter können nach starken Ereignissen verbraucht sein. Viele zeigen das über ein Sichtfenster an. Beim E-Check lässt sich ihr Zustand mitprüfen. Was für Ihr Gebäude sinnvoll ist, klären Sie am besten direkt mit dem Betrieb.

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