Auch: Schimmelbefall · Schimmelpilz
Schimmel ist ein Pilzbefall, der entsteht, wenn im Innenraum vorhandene Sporen auf eine feuchte Oberfläche treffen. Schimmelpilzsporen sind immer im Innenraum vorhanden; zu Wachstum kommt es erst, wenn Feuchte hinzukommt. Sie kann direkt eindringen, etwa über defekte Dächer, Risse im Mauerwerk oder aufsteigende Feuchte in Wänden, oder durch falsches Heizen und Lüften entstehen, wenn Feuchtigkeit nicht nach außen abgeführt wird.
Erst die Feuchtequelle finden, dann die Fläche sanieren
Materialien mit Schimmelbefall müssen gereinigt oder entfernt werden, und die Ursache der erhöhten Feuchtigkeit muss geklärt und abgestellt werden. Wer nur die betroffene Stelle überstreicht oder neu tapeziert, ohne die Feuchtequelle zu beseitigen, sieht den Schimmel meist nach kurzer Zeit wieder. Vor jeder Sanierung steht deshalb die Klärung, ob die Feuchte von außen eindringt, etwa über ein defektes Dach, Risse im Mauerwerk oder aufsteigende Feuchte in der Wand, oder ob sie durch das Nutzerverhalten entsteht.
Kleineren, rein oberflächlichen Befall von weniger als 0,5 Quadratmetern können Bewohner selbst beseitigen, sofern sie nicht allergisch auf Schimmelpilze reagieren. Größere oder wiederkehrende Flächen, Befall hinter Möbeln oder Tapeten sowie Schimmel nach einem Wasserschaden gehören in die Hände eines Fachbetriebs für Sanierung oder Wasserschadenbeseitigung, der Ursache und Ausmaß fachgerecht einschätzt.
Vorbeugen durch Heizen und Lüften
Vorbeugend wirken richtiges Heizen und Lüften mit regelmäßigem Abführen der Feuchtigkeit nach außen. Werden bei einer energetischen Sanierung dicht schließende Fenster eingebaut, muss anschließend verstärkt gelüftet werden, weil die Feuchte sonst nicht mehr wie zuvor über Fugen entweichen kann. Bauherren sollten das beim Fenstertausch oder bei der Innendämmung mit dem ausführenden Betrieb besprechen.
Was Sanierung und Trocknung kosten
Eine fachgerechte Schimmelsanierung kostet als Richtwert 50 bis 150 Euro je Quadratmeter befallener Wandfläche; ein Gutachten mit Ursachenanalyse kommt mit 300 bis 800 Euro hinzu. Ist die Feuchtequelle ein Wasserschaden, fällt zusätzlich eine Bautrocknung an, die je nach Fläche, Feuchtigkeitsgrad und Trocknungsdauer mit 3 bis 8 Euro pro Quadratmeter zu veranschlagen ist, zuzüglich Stromkosten für die Trocknungsgeräte. Beide Angaben sind bundesweite Richtwerte und können je nach Aufwand abweichen.
Typische Kosten
| Schimmelsanierung je m² befallener Flächefachgerechte Sanierung je m² Wandfläche; Gutachten mit Ursachenanalyse 300 bis 800 € extra | 50–150 €pro m² |
|---|---|
| BautrocknungRichtwert je nach Fläche, Feuchtigkeitsgrad und Trocknungsdauer; Stromkosten kommen hinzu | 3–8 €je m² |
Richtwerte, kein verbindliches Angebot. Quelle: blauarbeit.de Ratgeber — Schimmelsanierung: so viel kostet Schimmel entfernen (Stand: 6. Juli 2026); Kanalservice-Magazin — Bautrocknung Kosten: Preise, Dauer & Spartipps (Zuletzt aktualisiert am 17. November 2025)
Rechtsgrundlagen und Quellen
Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall.