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Handwerk-Lexikon

Vorlauftemperatur

Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das Heizwasser vom Wärmeerzeuger zu den Heizkörpern oder zur Fußbodenheizung fließt. Das abgekühlte Wasser, das zurückkommt, hat die Rücklauftemperatur. Je höher der Vorlauf sein muss, damit alle Räume warm werden, desto mehr Energie verbraucht die Anlage. Für eine Wärmepumpe ist ein niedriger Vorlauf die wichtigste Voraussetzung für einen sparsamen Betrieb.

Wärmepumpe im Bestand: was der Vorlauf verrät

Eine Wärmepumpe nimmt Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser auf und hebt sie auf die Vorlauftemperatur an. Je kleiner dieser Temperaturhub ist, desto weniger Strom braucht sie und desto besser fällt die Jahresarbeitszahl aus. Große Heizflächen wie eine Fußbodenheizung kommen mit wenig Vorlauf aus. Kleine alte Heizkörper brauchen dagegen heißeres Wasser.

Bevor Sie eine Wärmepumpe beauftragen, sollte der Heizungsbauer ermitteln, welche Vorlauftemperatur Ihr Haus an kalten Tagen tatsächlich braucht. Lassen Sie sich diesen Wert schriftlich ins Angebot schreiben. Nach der Inbetriebnahme gehören zur Betriebsprüfung laut § 60a Abs. 2 GModG die Überprüfung der Vor- und Rücklauftemperaturen und die messtechnische Auswertung der Jahresarbeitszahl. Verlangen Sie das Protokoll.

Vorlauftemperatur senken: Abgleich, Heizflächen, Dämmung

Der wirksamste Hebel ist meist der hydraulische Abgleich. Nach § 60c Abs. 2 GModG gehören dazu mindestens eine raumweise Heizlastberechnung, die Prüfung der Heizflächen im Hinblick auf eine möglichst niedrige Vorlauftemperatur und die Anpassung der Vorlauftemperaturregelung. Oft zeigt sich dabei, dass nur einzelne Räume mit zu kleinen Heizkörpern den Vorlauf nach oben treiben. Tauschen Sie diese Heizkörper aus oder dämmen Sie Fenster und Außenwände, sinkt der Bedarf für das ganze Haus.

In Gebäuden mit mindestens sechs Wohnungen wird bei der Heizungsprüfung älterer Anlagen nach § 60b Abs. 1 GModG unter anderem geprüft, welche Maßnahmen die Vorlauftemperatur senken können. Ein teurer Fehler ist es, bei kalten Räumen einfach die Heizkurve anzuheben. Das verdeckt das eigentliche Problem und erhöht den Verbrauch dauerhaft. Bei Unklarheiten zum Angebot hilft die Verbraucherzentrale weiter.

Rechtsgrundlagen und Quellen

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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