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Handwerk-Lexikon

Hausanschlusskasten

Auch: Hausanschluss Strom

Der Hausanschlusskasten ist die Übergabestelle im Keller oder an der Außenwand, an der das öffentliche Stromnetz endet und die Hausinstallation beginnt. Hinter der grauen Klappe sitzen die Hauptsicherungen, die das Gebäude vor Überlast schützen. Von hier führt die Leitung weiter zum Zählerschrank.

Wer die Klappe öffnen darf

Der Hausanschlusskasten gehört zum Eigentum des Netzbetreibers, auch wenn er auf dem eigenen Grundstück steht. Arbeiten daran und der Anschluss selbst sind deshalb Sache des Netzbetreibers oder eines von ihm zugelassenen Elektrobetriebs, nicht eine Entscheidung des Eigentümers allein. Wer den Kasten eigenmächtig öffnet oder daran arbeitet, riskiert Schäden an der Versorgung und Haftungsfragen.

Relevant wird der Kasten immer dann, wenn sich die Anschlussleistung des Hauses ändert: beim Einbau einer Wallbox, einer neuen Photovoltaikanlage oder einer größeren Elektroinstallation. Solche Erweiterungen sind dem Netzbetreiber zu melden, wenn sich dadurch die benötigte Leistung erhöht (§ 19 Abs. 2 NAV). Liegt die Summen-Bemessungsleistung der Anlage über 12 Kilovoltampere, braucht die Inbetriebnahme sogar die vorherige Zustimmung des Netzbetreibers (§ 19 Abs. 2 NAV). Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge sind in jedem Fall vor der Inbetriebnahme beim Netzbetreiber anzumelden (§ 19 Abs. 2 NAV).

Was ein Fachbetrieb dabei übernimmt

Elektrofachbetriebe kennen den Meldeweg zum jeweiligen Netzbetreiber und stellen die nötigen Formulare und technischen Unterlagen zusammen, etwa für eine Wallbox oder eine Solaranlage. Bauherren sollten beim Angebot klären, ob diese Anmeldung bereits eingepreist ist und wer die Bearbeitungszeit beim Netzbetreiber im Blick behält, da ohne Zustimmung keine Inbetriebnahme erfolgen darf.

Oft hängt die Frage nach dem Hausanschlusskasten mit einer Erneuerung des Zählerschranks zusammen, etwa wenn die Hauptsicherungen oder Schutzeinrichtungen veraltet sind. Für einen kompletten Zählerschrank-Austausch mit neuen Schutzeinrichtungen liegen die Kosten laut Marktübersicht bei 2.000 bis 4.000 Euro pauschal, brutto inklusive Einbau. Das ist ein Richtwert, der erst nach einer Besichtigung vor Ort verbindlich wird.

Typische Kosten

Zählerschrank erneuern (mit Schutzeinrichtungen)brutto, inkl. Einbau; Richtwert, verbindlich erst nach Besichtigung2.000–4.000 €pauschal

Richtwerte, kein verbindliches Angebot. Quelle: Listando.de — Elektrik erneuern: Kosten 2026 (Aktualisiert am 11. August 2026)

Rechtsgrundlagen und Quellen

Allgemeine Information, keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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