Auch: Dränage · Ringdrainage
Drainage bezeichnet ein System aus Rohren, Kies und Vlies, das Wasser rund um ein Gebäude sammelt und kontrolliert ableitet, statt es gegen die Kelleraußenwand drücken zu lassen. Man spricht auch von Dränage oder Ringdrainage, wenn die Leitung als geschlossener Ring um das Fundament verlegt wird. Sie kommt bei drückendem oder stauendem Wasser aus dem Baugrund zum Einsatz, etwa bei hohem Grundwasserstand oder schlecht durchlässigem Boden rund ums Haus.
Was eine Drainage leistet – und was nicht
Eine Drainage führt Wasser ab, bevor es an die Kelleraußenwand gelangt. Sie ersetzt keine Abdichtung der Wand: Ohne funktionierende Bauwerksabdichtung dringt Feuchtigkeit trotzdem ein, wenn die Drainage verstopft oder falsch geplant ist. Bauherren sollten beide Gewerke gemeinsam denken – ein Baggerunternehmen für den Aushub, ein Abdichtungsbetrieb für die Wand.
Wichtig ist das Gefälle der Rohre zum Ablaufpunkt, ein Kontrollschacht zum Spülen und ein sauberer Anschluss an Kanalisation oder Versickerung. Wer eine bestehende Drainage sanieren lässt, sollte vorher prüfen, ob überhaupt noch Wasser drückt oder ob eine reine Mauertrockenlegung reicht.
Kosten für Material und Einbau
Die Kosten für eine Drainage liegen als Richtwert bei 20 bis 60 Euro je laufendem Meter, inklusive Rohr, Vlies, Kies und Einbau. Erdarbeiten mit dem Bagger kommen separat hinzu, ebenso Pflasterarbeiten, wenn eine bestehende Zufahrt oder Terrasse dafür aufgenommen werden muss.
Typische Kosten
| Drainageinkl. Material (Rohr, Vlies, Kies) und Einbau; Erdarbeiten/Bagger separat | 20–60 €je lfd. m |
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Richtwerte, kein verbindliches Angebot. Quelle: Blauarbeit Ratgeber — Drainage verlegen Kosten (Stand: 27. Juli 2026)